Zum Hauptinhalt springen

Lesezeit (BISS)


Lesen ist weit mehr als das Entziffern von Buchstaben – es ist die Grundlage für Bildung, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Wer sicher liest, erschließt sich Wissen, versteht Zusammenhänge und kann aktiv am schulischen und gesellschaftlichen Leben mitwirken. Deshalb ist die Förderung der Lesekompetenz ein zentrales Anliegen unserer pädagogischen Arbeit.

Mit der BISS-Lesezeit setzen wir an unserer Schule ein klares Zeichen für die Bedeutung des Lesens. Täglich in der 2. Unterrichtsstunde von 8:52 bis 9:10 Uhr nehmen alle Klassen verbindlich daran teil. So schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, in dem das Lesen täglich geübt, erlebt und als selbstverständlicher Teil des Lernens verankert wird.

Die Methoden der Lesezeit sind auf die jeweilige Entwicklungsstufe der Kinder abgestimmt: In den ersten Schulwochen hören die Kinder zunächst Geschichten, die ihnen vorgelesen werden – ein wichtiger Einstieg in die Welt der Sprache und Erzählung. Mit zunehmender Lesefähigkeit üben sie selbstständig verschiedene Formen des Lautlesens ein. So wird in Klasse 1 zum Beispiel mit Silben oder kurzen Texten aus dem Lies-mal-Heft gearbeitet. In den höheren Jahrgängen kommen strukturierte Verfahren wie das chorische Lesen oder das Tandemlesen zum Einsatz, die das flüssige Lesen und das sinnentnehmende Verstehen stärken.

Ein umfangreicher Bestand an altersgerechten Lektüren in Klassenstärke ermöglicht es allen Kindern, sich mit spannenden Geschichten, informativen Texten und kindgerechter Literatur auseinanderzusetzen – und Lesefreude zu entwickeln.

Die tägliche BISS-Lesezeit ist für uns ein wertvoller Bestandteil der Schulkultur – sie schafft Ruhe, Konzentration und Raum für eine zentrale Fähigkeit, die den schulischen Weg jedes Kindes nachhaltig prägt.